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15.06.2026

Vielfalt muslimischen Lebens sichtbar machen – Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus starten in Heidelberg am 1. Juli

Vielfältige Veranstaltungen zu muslimischen Perspektiven und gesellschaftlichem Engagement
Den Auftakt bildet am Mittwoch, 1. Juli ein Aktionstag gegen antimuslimischen Rassismus im Karlstorbahnhof mit der Berliner Komikerin und Ärztin Anissa Loucif. Aufgewachsen mit muslimischen Eltern und christlichen Großeltern zwischen Zuckerfest und Weihnachten verarbeitet Loucif ihre Erfahrungen mit viel Humor auf der Bühne. In Heidelberg gibt sie nicht nur Einblicke in das Leben als Muslima, junge Mutter und Ärztin, sondern auch eine inspirierende Lektion in Selbstverwirklichung. Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch zu Rassismus, Rechtsextremismus und Resilienz statt, bei dem unterschiedliche Generationen miteinander ins Gespräch kommen.

Am Sonntag, 5. Juli um 12.00 Uhr lädt die Yavuz Sultan Selim Moschee zu einer Führung durch das muslimische Gotteshaus ein. Dabei erhalten Interessierte Einblicke in den muslimischen Alltag, die Moschee als Gebets- und Begegnungsort sowie in Fragen rund um das muslimische Leben in Heidelberg.

Am Samstag, 11. Juli findet im Restaurant Yalla, Kurpfalzring 110/1 das Poetry-Format „çay & poetry“ mit dem bundesweit aktiven Netzwerk i,Slam e. V. statt, das jungen muslimischen Künstler*innen eine Plattform für Literatur, gesellschaftliche Themen und Austausch bietet.

Am 17. Juli ab 18.00 Uhr zeigt das Karlstorkino den Film „To make a stranger your own“ mit anschließendem Regiegespräch zwischen dem Filmemacher Ayon Mukherji und der Religionswissenschaftlerin Leyla Jagiella.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Social Media und Straßenquiz begleiten die Aktionswochen
Begleitet wird das Veranstaltungsprogramm von einer Social-Media-Kampagne sowie einem interaktiven Straßenquiz in verschiedenen Heidelberger Stadtteilen. Dabei sind Passant*innen eingeladen, sich auf spielerische Weise mit Fragen rund um Religion, religiöses Leben und gesellschaftliche Vielfalt auseinanderzusetzen.

Zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus
Am 1. Juli 2009 wurde Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden ermordet. Der Mord an der schwangeren, 32-jährigen Pharmazeutin aus Ägypten wurde auch international zur Zäsur dafür, was Islam- und Muslimfeindlichkeit für Folgen haben können. Als internationaler Tag gegen antimuslimischen Rassismus steht der 1. Juli seitdem für entschiedenes Eintreten für eine solidarische, demokratische, freiheitliche und multireligiöse Gesellschaft.

Die Aktionswochen werden realisiert von Teilseiend e.V. – Muslimische Akademie Heidelberg in Kooperation mit der Netzwerkgruppe gegen antimuslimischen Rassismus des Runden Tischs gegen Rassismus der Stadt Heidelberg und gefördert durch das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.